Über uns

Unser Verein hat sich 2006 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Wir leisten Angebote für trauernde junge Menschen auf verschiedenen Ebenen.

Zur Gründung

Man stirbt doch erst, wenn man alt ist, oder?
So dachten auch wir, Gründer und Aktive sowie viele Helfer des Vereins einmal…
Der Tod riss mit einem Mal eine tiefe Lücke in unser bisher so normales Leben. Wir waren erstaunt und enttäuscht, dass so gut wie keine Hilfsangebote für junge Menschen in dieser Lebenskrise zu finden waren. Viele haben spüren müssen, dass die Gesellschaft sprach- und hilflos reagiert im Angesicht solch eines vorzeitigen Schicksalsschlages. Selbst wenn man die Hohe Zahl jung verwitweter Menschen - täglich kommen in Deutschland 100 junge Witwen und Witwer hinzu - gibt es doch eine enorm hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen, die den vorzeitigen Verlust von Geschwistern oder Eltern zu verkraften haben. Allein in Berlin und Brandenburg gibt es mindestens 28.000 Kinder und Jugendliche, die bereits Mutter oder Vater verloren haben oder auch Vollwaisen sind.
Wir wissen genau, dass nichts mehr ist wie vorher, wenn man plötzlich „amputiert“ ist. Die fehlende Lücke von heute auf morgen auszugleichen und dabei noch weiter zu funktionieren wie sonst auch, das erwartet das Umfeld all zu oft.
Doch für viele steht die Zeit still. Das Wort Zukunft hat keine Bedeutung mehr. Gerade in den ersten Monaten, manchmal auch Jahren, geht es für Familien mit Kindern um das reine Überleben. Besonders in dieser Zeit ist Hilfe auf mehreren Ebenen und für alle Familienmitglieder wichtig.

Aus einer Privatinitiative, den monatlich stattfindenden Sonntagsgruppen für trauernde junge Familien mit Kindern und angeleiteten Gruppen für jung Verwitwete entstand die Vereinsidee und die Gründung von TrauerZeit Berlin e.V..

Warum ein eigenes Zentrum für trauernde Kinder und Familien?

Immer wieder klingelte das Telefon und Mails landeten im Postfach von jungen Menschen, die dringend Hilfe brauchten. Krebs, plötzlicher Herztod, Suizid, Unfall und andere plötzliche und traumatische Todesumstände führten Betroffene zu uns. Telefonseelsorge oder Besuche beim Therapeuten reichten oft nicht aus oder brachten nicht die seelische Unterstützung, die benötigt wurde in dieser Lebenskrise. Immer stärker und häufiger wurden wir kontaktiert, auch Jugendämter und andere Einrichtungen vermittelten Betroffene an uns. Bald war es nicht mehr möglich, ohne eigene Räume und Büro zu arbeiten.
So mieteten wir im Frühjahr 2009 eigene Räume an und gründeten unser Zentrum für trauernde Kinder und Familien in Berlin, zentral gelegen und verkehrsgünstig für Berliner und Brandenburger Betroffene erreichbar.  

Seit dem können wir wöchentliche Sprech- und Beratungszeiten vor Ort anbieten.
All unsere Gruppen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene können wir nun hier im Zentrum anbieten. Es ist die erste Anlaufstelle für junge Menschen dieser Art in der Region Berlin Brandenburg.